Die Leistungen der Pflegeversicherung  

Ambulante Pflege - Ein sicheres Netz rund um die Uhr

Manchmal ist das Leben schön und unbeschwert, zuweilen braucht man ein wenig Unterstützung, und dann mag es Zeiten geben, in denen man handfeste Hilfe braucht, gerade wenn es um die Pflege geht. Bei der Caritas sind Sie rundum gut versorgt. Die Angebote berühren alle Bereiche des Lebens, denn wir wissen, wie es ist. Erfahrung, Kompetenz und Zuwendung stellen wir in Ihren Dienst.

Pflegebedürftigkeit und Alter werfen viele Fragen auf...

Betroffene und Angehörige sind oft plötzlich in vielerlei Hinsicht mit dem Thema "Pflege" konfrontiert. Sie brauchen dann schnell Antworten und konkrete Hilfe. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen, damit Sie sich besser und schneller zurecht finden.

Die Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung unterstützt Pflegebedürftige und ihre Familien finanziell und will zur Vermeidung und Beseitung von Pflegebedürftigkeit beitragen. Dabei gilt es, die Selbständigkeit der Pflegebedürftigen so weit wie möglich zu erhalten und sie weitgehend unabhängig von Leistungen der Sozialhilfe zu machen.
Die Pflegeversicherung ist jedoch lediglich eine Grundsicherung. Ihre Leistungen reichen in vielen Fällen nicht aus, um den gesamten Hilfe- und Pflegebedarf abzudecken. Deshalb werden auch weiterhin für viele Menschen finanzielle und personelle Eigenleistungen und/oder die Inanspruchnahme von Sozialhilfe (Hilfe zur Pflege) notwendig sein.

 

Wer ist versichert?

Seit dem 1. Januar 1995 sind automatisch alle Personen pflegeversichert, die in der gesetzlichen Krankenversicherung pflicht- oder freiwillig versichert sind (wie Rentner, Arbeiter, Angestellte, Auszubildende). Der Beitragssatz beträgt derzeit 1,7 Prozent des Bruttolohns. Freiwillige Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung können sich von der Versicherungpflicht befreien lassen, wenn sie sich und ihre Angehörigen bereits privat pflegeversichert haben. Ehegatten und unterhaltsberechtigte Kinder sind im Rahmen der Familienversicherung mitversichert. Privatversicherte sind verpflichtet, das Risiko der Pflegebedürftigkeit für sich und ihre Angehörigen bei der eigenen oder einer anderen Krankenkasse zu versichern.

Wer ist pflegebedürftig?

Pflegebedürftig im Sinne des Pflegegesetzes sind Personen, die...

  • wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung
  • für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens
  • auf Dauer, voraussichtlich aber für mindestens sechs Monate
  • in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Zu den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zählen...

  • Körperpflege, u.a. Waschen, Duschen, Baden, Kämmen, Zahnpflege, Rasieren, Blasen- und Darmentlehrung
  • Ernährung, das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung
  • Mobilität, z.B. Aufstehen, Zubettgehen, An- und Auskleiden, Stehen und Gehen, Treppensteigen oder Verlassen der Wohnung
  • Hauswirtschaftliche Versorgung, z.B. Einkaufen, Kochen

Zum 01.01.2017 wurden die bisher geltenden Pflegestufen „0“, 1, 2 und 3 von den fünf neuen Pflegegraden 1, 2, 3, 4 und 5 abgelöst. Seitdem dienen Pflegegrad 1, Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit von Betroffenen. Diese Änderungen sollen im Rahmen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) vor allem demenzkranken Älteren die gleichen Pflegeleistungen zusichern wie körperlich Pflegebedürftigen.

Mit einem neuen Prüfverfahren (Neues Begutachtungsassessment prüft der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) alle neuen Antragsteller auf den Grad ihrer Selbständigkeit. Je mehr Punkte der/die Begutachtete erhält umso mehr Pflege-und Betreuungsleistungen genehmigt die Pflegekasse.

Leistungen


Pflegegrad 1
Monatlich 1125 Euro als Kostenerstattung für Betreuungs- und Entlastungsleistungen sowie 40 Euro monatlich für die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln.

Pflegegrade 2 bis 5
Anspruch auf Pflegesachleistungen durch einen Pflegedienst oder Tages- und Nachtpflege
Sachleistung
Pflegegrad 1   0 Euro
Pflegegrad 2   689 Euro
Pflegegrad 3   1.298 Euro
Pflegegrad 4   1.612 Euro
Pflegegrad 5   1.995 Euro

Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 können anstelle der Sachleistung auch Pflegegeld bei häuslicher Pflege durch Angehörige beantragen. Die Geldleistungen betragen:

Pflegegrad 1   0 Euro
Pflegegrad 2   316 Euro
Pflegegrad 3   545 Euro
Pflegegrad 4   728 Euro
Pflegegrad 5   901 Euro    

Stationäre Pflege
Pflegegrad 1 erhält 125 Euro, wenn er sich trotz hoher Selbständigkeit bereits für ein Alten- oder Pflegeheim entscheidet.

Pflegegrad 2   770 Euro
Pflegegrad 3   1.262 Euro
Pflegegrad 4   1.775 Euro
Pflegegrad 5   2.005 Euro 
Wichtiger Hinweis!
Alle pflegebedürftigen Bewohner der Pflegegrad 2 bis 5 zahlen seit Januar 2017 den gleichen pflegebedingten Eigenanteil; hinzu kommen aber noch die Eigenanteile für Unterkunft, Verpflegung und anteilige Investitionskosten der Einrichtung.

 

 

Pflegeberatung
Seit dem 1. Januar 2009 haben Personen, die Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz erhalten, Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch eine Pflegeberaterin oder Pflegeberater. Die Pflegekassen informieren, wo und wie die Pflegeberater in ihrer Nähe erreichbar sind.

Selbstverständlich stehen Ihnen auch die professionellen Beraterinnen und Berater der Caritas zur Verfügung:mehr...

Pflege am liebsten zu Hause

Immer weniger Menschen möchten in ein Pflegeheim. Auch alternative Wohn- und Pflegeformen werden im Falle der Pflegebedürftigkeit immer weniger gewünscht. Dies sind Ergebnisse des Altenpflege-Monitors, einer Umfrage unter 500 Personen über 50 Jahre. 35 Prozent der Befragten würden eine Pflege zu Hause durch ambulante Pflegedienste vorziehen, weitere 35 Prozent durch Angehörige. 27 Prozent können sich eine Pflege in betreuten Wohnungen vorstellen, nur acht Prozent würden ins Pflegeheim gehen. Weitere Details unter www.ev-heimstiftung.de (aus: "neue caritas", Heft 21, 26.11.2007)

Sie möchten die häusliche Pflege einer Caritas-Sozialstation in Anspruch nehmen und vorher natürlich wissen, was es kostet?


Die Berechnung der realen Pflegekosten ist sehr komplex und unterliegt verschiedensten Bedingungen. So kann es von Monat zu Monat zu unterschiedlichen Kosten kommen. Nicht jeder Monat hat gleich viele Tage, es gibt eine verschiedene Anzahl an Wochenenden oder Feiertagen, die das Ergebnis beeinflussen. Selbstverständlich sind Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Caritas-Sozialstationen bei Ihrer Berechnung behilflich. Die Pflegedienstleitungen haben im Rahmen der Qualitätssicherung dazu eine spezielle Weiterbildung für die Beratungsleistung erhalten.



Weitere Infos zum Thema »Altenhilfe«