Soziale Einrichtungen in Weiden  

Soziale Einrichtungen in Weiden im Blickfeld der Geschichte

Soziale Einrichtungen entstanden in Weiden im Mittelalter auf freiwilliger Basis vor allem durch:

  • Klöster
  • Handwerkszünfte / Gilden
  • Bruderschaften
  • Gemeinden
  • Landesherren / Grundherren

Um 1390 bestand bereits ein Spital zwischen dem Unteren Tor und dem alten Turmhügel. Die Burganlage wurde vermutlich durch den Großbrand von 1396 zerstört. Die Stadtmauer bestand bereits, doch wurde der Turmhügel in die Gesamtbefestigung durch Wallanlagen einbezogen. Das Spital besaß schon mehrere Gebäude.

 

 
Unteres Tor 

Das Spital war die älteste und bedeutendste mildtätige Stiftung vor dem Unteren Tor (heute Finanzamt). Das Spital war eine Art Altenheim für circa 45 Weidener Bürger. Außerdem wurden auch Durchreisende und arme Leute unterstützt. Im Jahre 1634, während des Dreißigjährigen Kriegs, wurde das Spital und die Spitalkirche von den Schweden zerstört.

 

 

 

 

 

Im Jahre 1642 erwarb man ein Haus am Unteren Markt 23 als Spital, beziehungsweise Hospital, in dem bis zum Jahre 1915 Bedürftige untergebracht waren. Eine Spitalgasse gibt es noch heute.

 

Heutiges "Altes Eichamt" 

Vor dem Oberen Tor ist im Jahre 1439 das "Siechenhaus" erbaut worden. Daneben entstand im Jahre 1585 das Lazarett für Seuchenfälle, welches später als Armenhaus verwendet wurde. Die Siechenstraße liegt heute jenseits der Bahnlinie Regensburg-Hof. Der Siechenweiher ist seit langem zugeschüttet. 1439 entstand die Stiftung des "Ewigen Almosentuches". Von der Bedeutung dieser Stiftung zeugt das große Alt-Altmosengebäude (heute Kulturzentrum-Hans-Bauer), das im Jahre 1566 erbaut wurde.

 
Kulturzentrum "Hans Bauer"

Ab 1500 entstanden weitere bürgerliche Stiftungen, die sich der Not der Kranken, Armen und Bedürftigen angenommen haben. Bedeutende neuere Stiftungen sind: Maria-Seltmann-Stiftung; Hans-und-Hilde-Striegl-Stiftung.

 

 
Katholisches Sozialzentrum Nikolaistraße

Im Jahre 1964 wurde der Caritasverband für die Stadt Weiden in der Oberpfalz und den Landkreis Neustadt an der Waldnaab gegründet. Ursprünglich auf fünf Häuser im Stadtgebiet verteilt, fand die Caritas 1972 eine Bleibe zunächst am Adolf-Kolping-Platz 1 und seit 1985 im Katholischen Sozialzentrum in der Nikolaistraße 6.
Im Jahre 1997 konnten der Malteser Hilfsdienst, die Beratungsstelle für seelische Gesundheit und die Kirchliche Fachakademie für Sozialpädagogik in der Bismarckstraße 21 unter dem Dach der Augustiner ein neues Domizil beziehen.